Geschichte der FlowMethodik

FlowMethodik und Systemtheorie

Die Methodik wurde Anfang der 90er Jahre vom Physiker und Unternehmensberater Martin Gerber mit einem internationalen Netzwerk von Spezialisten entwickelt und beruht auf Erkenntnissen der System-Theorie und der Chaos-Forschung (Selbst-Organisation in komplexen Systemen).

Die Nutzung des FlowTeam-Designs für die Team-Zusammenarbeit und –Entwicklung hilft seither Arbeitsgruppen weltweit, lösungsorientiert und effizient zusammenzuarbeiten und die kollektive Intelligenz zielgerichtet zu nutzen. Die Methode war überzeugend genug, um einige direkte Plagiate hervorzubringen. Wer sich einigermaßen auskennt, findet wichtige Elemente in fast allen gängigen Kreatitivitäts- und Teamtechniken wieder.

„(…) Durch die Anwendung der Forschungsergebnisse komplexer Systeme auf immer neue Bereiche realisierte man mehr und mehr, dass entsprechend dynamische Prozesse nicht nur die biologischen und ökologischen, sondern auch die menschlichen Systeme lenken: Zivilisation, Kulturen, Gesellschaften, Unternehmen, Gruppen. Unternehmen und Teams besitzen so betrachtet zwei Aspekte: Sie sind gleichzeitig eine sowie ein. Somit weisen sie auch deren globale Eigenschaften wie Stabilität/Instabilität, Interdependenz, Selbstorganisation, Zyklen, Autonomisierung, Emergenz, Komplexifizierung usw. auf.

Es ist deshalb offensichtlich, dass Organisationen, welche die dynamischen Prozesse in komplexen Systemen berücksichtigen, einen beträchtlichen Vorsprung gegenüber jenen haben, die nur auf Grund von mechanistischen – also inadäquaten – Modellen handeln. (…)

Die Arbeit von Martin Gerber und Heinz Gruner (…) wird sich in ihrem Bestreben, die Grundlagen der Systemtheorie verständlich darzustellen und insbesondere auch praktikable Anwendungsmöglichkeiten abzuleiten, als Pionierleistung erweisen.“

Dr. Eric Schwarz, CIES, Université Neuchâtel


Team-Entwickler Martin Gerber

Gerber studierte Physik an der ETH Zürich und arbeitete bei Mettler-Toledo sowie UTC / Jelmoli als Ausbildungsleiter und war Präsident der ZBA (Zentralstelle für betriebliche Ausbildungsfragen). Die Firma InnoConsult SA führte unter der Leitung Gerbers hunderte Kurse, Veranstaltungen und Workshops durch, etwa zu den Themen Team-Entwicklung (FlowTeam-Design), FemMale-Bridging (Nutzung des unterschiedlichen Spontanverhaltens von Frauen und Männern in Teams) oder FlowStyle-Meetings / FlowKongress-Design.

Großes Interesse bei Teamleitern und Unternehmensberatern fanden auch die Ausbildung zum FlowTeam Practitioner / FlowTeam-Master / FlowTeamDesign-Animator (nähere Informationen siehe unter http://www.flowteam.com/tochter_d.htm) oder die sog. DAISY-Kurse zur persönliche Arbeitstechnik (nach den Prinzipien der Selbstorganisation).

1999 erschien die Orientierung 108 mit dem Titel: „FlowTeams –Selbstorganisation in Arbeitsgruppen“. Co-Autor war Heinz Gruner.

Zu Gerbers Schweizer Kunden zählten u.a. ABB, AMD, Bosch / Scintilla, CREDIT SUISSE, IBM, Migros, SAir-Group, Schweizer Rück, SMH / Swatch-Group sowie verschiedene Bundesämter.

Bis zu seinem Tod 2022 war Martin Gerber als Moderator in sog. FlowTeamApproach-Foren tätig und hat Interessierte dabei unterstützt, die Methodik für sich und ihr „echtes“ Team zu nutzen.


Die FlowTeam SA heute

Seit 2023 wird die FlowTeam SA – auf Gerbers ausdrücklichen Wunsch – von seinem Schüler, Ziehsohn und Freund Gennaro Teta weitergeführt. So kann die Methode weiterverbreitet und weiterhin eine effiziente Team-Organisations-Entwicklung in Gang gebracht werden.

FlowTeam ist ein Markenname der Firma FlowTeam SA. Die FlowTeam-Methodik, das Gesamtdesign, die Begriffe und Symbole sind geschützt. Sie können jedoch für den Eigengebrauch verwendet werden. Eine kommerzielle Weiterverbreitung ist nur bei entsprechender Qualifikation und nach ausdrücklicher Autorisierung durch die FlowTeam SA möglich.