Wie geht so ein „FlowTeam-Meeting“?

selbstorganisierender Arbeitsstil statt Stillsitzen und Zuhören

In FlowTeams übernehmen alle gemeinsam die Verantwortung für Ablauf, Inhalt und Ergebnis. Selbstgesteuertes Arbeiten und Lernen ist nicht Stillsitzen und Zuhören, sondern freie Bewegung und Aktivität

Der Stand der Überlegungen ist jederzeit für alle sichtbar (auf einem Flipchart) und kann (dank post-ist) sehr leicht ergänzt oder geändert werden. So werden Missverständnisse vermieden, alle sind in Aktion, alle haben „ihre Gene“ im Projekt. Auch neu aufkommende Themen können sofort und ohne Zeitverlust mitbearbeitet werden.

paralleles Arbeiten statt Abarbeiten der Agenda

Konventionelle Arbeits- und Lernmethoden arbeiten in der Regel nach einer klaren Tagesordnung (Sitzung) oder Dramaturgie (Workshop). Die Verantwortung liegt häufig bei einer Person.

Sich selbst organisierende Veranstaltungen benutzen ein anderes Konzept: Der Arbeitsprozess wird durch die gemeinsame Zieldefinition und die kollektive Intelligenz gesteuert. Die Energie der TeilnehmerInnen fließt zu den (parallel bearbeiteten) Fragestellungen, wo sie am meisten Nutzen stiften kann.

„Prototyping“ von Lösungsansätzen

Das schnelle Entwickeln erster Lösungsansätze lässt sich am besten mit Spielen vergleichen: es ist Probierverhalten, Experimentieren und selbständiges Sich-Einlassen mit großer Risikobereitschaft bei begrenztem Risiko. Beim zügigen Herstellen verbesserter Versionen („Prototyping“) werde Denkfehler, Lücken und Schwächen des Ansatzes schnell sichtbar und können sofort behoben werden. Die Beteiligten erleben, wie aus Möglichkeiten durch eigene Gestaltung Wirklichkeit wird. Damit wächst auch das Vertrauen gegenüber Neuem und Ungewissem.

Selbstverantwortung statt Geführt-Werden-Lassen

In einem FlowTeam übernehmen alle Beteiligten Verantwortung – dafür, worin das „Problem“ eigentlich besteht und dafür, wie tragfähige Lösungen aussehen. Der gemeinsame Prozess führt dazu, dass es bei der späteren Umsetzung kaum noch Abstimmung braucht. Das schafft Zufriedenheit auf allen Seiten: der Umsetzungsverantwortliche weiß, dass alle hinter ihm stehen. Der Chef kann sich um neue Themen kümmern. Die übrigen Beteiligten kennen Weg und Ziel des Projekts und wissen, dass ihre Perspektive bestmöglich berücksichtigt ist.